Traumdeutung Gemälde

Vor der Erfindung der Fotografie stellten Gemälde eine gängige Möglichkeit dar, die Wirklichkeit abzubilden. Personen, aber auch historische Ereignisse und Alltagsszenen wurden auf Leinwand gebannt, um sie der Nachwelt zugänglich zu machen. Die ältesten Malereien finden sich an jahrtausendealten Höhlenwänden, in den Pyramiden und in Büchern.

Heutzutage assoziieren wir das Wort „Gemälde“ nicht mehr nur mit einem Porträt, sondern eher mit Kunst und Museen, zum Beispiel in Form einer Galerie. Wir denken an ehrwürdige alte Meister, und einem Portrait in Öl haftet inzwischen etwas Edles und Besonderes an. Wer einen Kunstdruck oder gar ein echtes Öl- oder Acrylbild in der eigenen Wohnung aufhängt, offenbart damit immer auch etwas über sich selbst. Gemälde tauchen als symbolbehaftetes Sujet in Filmen auf und in Büchern wie „Das Bildnis des Dorian Grey“. Alltagsgegenstände sind sie längst nicht mehr.

Was lässt sich nun daraus für die Traumdeutung schließen? Weshalb träumen wir von Gemälden?

Traumsymbol „Gemälde“ – Die allgemeine Deutung

In der Traumdeutung geht es bei einem Gemälde vornehmlich um das Abbilden von etwas. Die Abbildung ist hier metaphorisch zu verstehen – der Träumende macht sich ein Bild von jemandem, von einer Situation oder auch von sich selbst. Dieses entspricht nicht unbedingt der Wirklichkeit, im Gegenteil, häufig deuten Träume mit diesem Traumsymbol auf unrealistische Vorstellungen hin. Sehen wir Freunde oder Familienangehörige in einem Gemälde, dann lässt das häufig darauf schließen, dass wir uns unbewusst stark mit ihnen beschäftigen. Eventuell entdecken wir neue Eigenschaften an ihnen. Es kann sich bei dem Traum auch um einen Hinweis handeln, dass der Träumende jemanden in zu rosigen Farben sieht, sich also einen Freund oder Bekannten „schön denkt“.
Landschaften oder Alltagsszenen in Gemälden deuten als Traumsymbol auf das eigene Weltbild hin, das es eventuell zu überprüfen gilt. Landschaften können darüber hinaus eine Reise oder den Wunsch zu verreisen symbolisieren.

Wenn das Gemälde den Träumenden selbst darstellt, verweist dies darauf, dass er sich viel, vielleicht zu viel, mit sich selbst beschäftigt. Auch Eitelkeit spielt in diesem Zusammenhang eine Rolle, insbesondere, wenn das Gemälde in einem besonders schönen oder verzierten Rahmen daherkommt.

Eine wichtige Rolle für die Deutung spielt neben dem abgebildeten Gegenstand außerdem auch die Art des Gemäldes. So weisen selbst gemalte Bilder auf tiefe Gefühle und die ausführliche Beschäftigung des Unterbewusstseins mit einer Person oder einem Thema hin. Sieht der Träumende dagegen ein Gemälde eines alten Meisters, so lässt das Traumsymbol darauf schließen, wie er mit der Vergangenheit umgeht. Je nachdem, ob er dem Gemälde positive oder negative Gefühle entgegenbringt, es verhängen, verkaufen oder gar zerstören will oder aber es freudig betrachtet, lassen sich Rückschlüsse auf das Wachleben ziehen.
Das Aufhängen oder Sehen von sehr vielen Gemälden im Traum kündigt lang ersehnte Anerkennung an.

Weitere Deutungsmöglichkeiten für dieses Traumsymbol sind:

  • ein schönes Gemälde sehen oder besitzen: Angst vor Verlust oder Betrug; Freunde werden einem Kummer bereiten
  • große, aber schlecht gemalte Bilder sehen: der Träumende wird neue und gute Freundschaften schließen
  • das Gemälde stellt ein Zimmer dar: kündigt die Belohnung für lange Mühen an
  • kaufen: bedeutet Frustration oder Enttäuschung
  • verkaufen: ein gutes Tauschgeschäft steht bevor.

Traumsymbol „Gemälde“ – Die psychologische Deutung

Nach der psychologischen Traumdeutung stellt jede abgebildete Person den Träumenden selbst dar, auch wenn er sich nicht erkennt. Sogar, wenn er eine konkrete Person in dem Gemälde sieht, ist dieses immer auf ihn selbst und seine eigenen Gedanken zurückzuführen. Es gilt, die eigene Sichtweise zu überprüfen, auch im Hinblick auf die Selbstwahrnehmung. Wie würden Sie sich selbst gern sehen? Stimmt das Bild, das Sie von sich hegen, mit der Wirklichkeit überein?
Sehr verzerrte oder entstellte Portraits weisen auf Minderwertigkeitskomplexe oder Schuldgefühle hin.

Ein weiterer Aspekt der psychologischen Deutung besteht darin, sich von den Ansichten Anderer unabhängiger zu machen. Der Träumende soll sich auf sein eigenes Urteil verlassen, anstatt sich danach auszurichten, was Andere möchten. Er wird es ohnehin nie allen recht machen können, und mit den Konsequenzen seiner Entscheidungen muss er leben, nicht sie. Das Gemälde symbolisiert hier das starre Bild, das der Träumende glaubt erfüllen zu müssen.

Traumsymbol „Gemälde“ – Die spirituelle Deutung

Im spirituellen Sinn steht ein Gemälde als Traumsymbol für eine Ikone oder ein spirituelles Vorbild. Möglicherweise weist eine gemalte Szene auch auf einen Ort oder eine Begebenheit hin, der oder die in Zukunft noch Bedeutung erlangen wird.

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