Traumdeutung Neid


Neid ist das Gefühl, dass jemand etwas besitzt, was man selbst auch gerne hätte. Man unterscheidet zwei verschiedene Formen von Neid. Dem konstruktiven Neid liegt der Wunsch zugrunde, mindestens ebenso gut dazustehen wie die beneidete Person, und kann als Leistungsanreiz wirken. Die destruktive Variante nennt man auch Missgunst und bedeutet schlicht, dass man dem anderen seinen Besitz oder sein Äußeres nicht gönnt und es als Befriedigung empfindet, wenn derjenige die Dinge verliert oder auf andere Weise zu Schaden kommt.

Wenn wir von Neid sprechen, meinen wir meistens Missgunst. Jeder kennt das Gefühl, und doch gibt man diese Empfindung ungern zu und spricht dann lieber von Gerechtigkeitssinn. Neid ist in der katholischen Kirche eine der sieben Todsünden, denn schließlich wurde der erste Mord der Menschheitsgeschichte aus Neid begangen, als Kain seinen Bruder Abel erschlug.

Zu erkennen, dass man von dem Traumsymbol „Neid“ geträumt hat, ist vermutlich gar nicht so einfach, handelt es sich doch um eine Emotion. Wahrscheinlich kommen in einem solchen Traum mehrere Personen vor. Für eine Traumdeutung ist das Traumgeschehen mit allen Einzelheiten und Situationen darum besonders wichtig.

Traumsymbol „Neid“ – Die allgemeine Deutung

In der Traumdeutung ist das Traumsymbol „Neid“ eng mit den Begriffen Kummer und Sorgen verbunden. Träumt man davon, auf eine andere Person neidisch zu sein, hat man vielleicht Angst, dass diese einem durch die Vorteile, die sie genießt, schaden könnte. Die Versuchung, demjenigen den Verlust seines Besitzes oder seiner Fähigkeiten zu wünschen oder ihn sogar aktiv herbeizuführen, ist groß. Das Traumsymbol verkörpert das Unbehagen, das der Träumende in diesem Traum darüber empfindet, und mahnt ihn zugleich, ein gestecktes Ziel lieber durch den Einsatz der eigenen Kräfte zu erreichen.

Ein weiterer Aspekt in der Traumdeutung des Traumsymbols „Neid“ ist die Überbewertung von Äußerlichkeiten und materiellen Werten. Wer im Traum einem Mitmenschen das attraktive Äußere neidet, legt vielleicht im realen Leben zu viel Wert auf die Hülle und droht in der Liebe Enttäuschungen zu erleben. Der Neid bezüglich finanziellen Wohlstands ist in der Traumdeutung einerseits eine Mahnung, dass der Träumende materiellen Dingen zu viel Gewicht gibt. Andererseits kann das Traumsymbol auch beflügelnd auf den Träumenden wirken, seine soziale Stellung zu verbessern. Wird man im Traum selbst um etwas beneidet, ist das in der Traumdeutung ein Zeichen für ein glückliches Geschick im Beruf und in der Liebe.

Traumsymbol „Neid“ – Die psychologische Deutung

Im Hinblick auf die Psyche des Träumenden ist Neid in der Traumdeutung ein Hinweis auf ein diffuses Gefühl der Benachteiligung des Träumenden. Er befindet sich in einem inneren Spannungsfeld zwischen dem, was er selbst verdient zu haben glaubt, und dem, was er tatsächlich an Lob und Anerkennung oder materiellen Gütern erhält. In dem Traumsymbol kommen das als unbefriedigend empfundene Leben sowie die Überhöhung der eigenen Person zum Ausdruck. Paradoxerweise kann sich in einem Traum, in welchem man jemanden um etwas beneidet, in der Traumdeutung gleichzeitig ein Unterlegenheitsgefühl spiegeln. Der Träumende hat den Eindruck, dass andere lebenstüchtiger, cleverer oder beliebter sind und leidet oftmals unbewusst unter dieser Situation.

Häufig geht mit dem Empfinden von Neid im Traum das Schamgefühl darüber einher, denn Missgunst ist eine gesellschaftlich geächtete Emotion. Gilt der Neid der eigenen Person, kommt in dem Traumsymbol das Selbstbild des Träumenden zum Ausdruck. Offensichtlich glaubt er, über Güter oder Eigenschaften zu verfügen, die andere ebenfalls gerne hätten. Das Traumsymbol „Neid“ kann in der Traumdeutung ebenso als Aufforderung des Unbewussten verstanden werden, Werte nicht oberflächlich zu beurteilen. Ein dickes Geldpolster ist sicher angenehm, jedoch nicht automatisch Ausdruck eines glücklichen Lebens.

Traumsymbol „Neid“ – Die spirituelle Deutung

In transzendenter Hinsicht ist das Traumsymbol „Neid“ in der Traumdeutung eine Aufforderung, sein Schicksal anzunehmen und zu akzeptieren. Eine Verbesserung des Daseins ist nur durch spirituelle Weiterentwicklung und Wiedergeburt möglich, nicht durch negative Emotionen.

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