Traumdeutung Sex und Tod

Der Tod gehört ebenso zum Leben wie die Sexualität des Menschen. Sex ist die Voraussetzung für die Entstehung neuen Lebens, der Tod ist die Gewissheit, welche grundsätzlich an dessen Ende steht. Gleichzeitig könnte ohne den Tod nie etwas Neus erwachsen. Für manch einen ist es eine reizvolle Vorstellung, beim Liebesspiel, auf dem Gipfel der Lust, das Zeitliche zu segnen. Für den Sexpartner wäre das allerdings vermutlich ein sehr traumatisierendes Erlebnis. Tatsächlich kommen Todesfälle beim Sex aber gar nicht so selten vor. Wie beim Sport kommt beim Geschlechtsakt der Kreislauf auf Touren, und manchmal ist das Herz damit überfordert. Auch Schlaganfälle oder Hirnblutungen sind Ursachen für den sogenannten „Liebestod“.

Ein Traum von Sex und Tod löst vermutlich zwiespältige Gefühle aus. Einerseits sorgt die Erotik für ein Hochgefühl, andererseits versetzt einen das eigene Sterben oder das eines anderen in Panik. Für die Traumdeutung sind die grundlegenden Wünsche und Bedürfnisse des Träumenden im realen Leben sehr aufschlussreich.

Traumsymbol „Sex und Tod“ – Die allgemeine Deutung

Das Traumsymbol „Sex und Tod“ verbindet in der Traumdeutung zwei wichtige Lebensaspekte. Das Sterben ist gleichbedeutend mit dem Schaffen von Raum für etwas Neues. Der Traum zeigt dem Träumenden seine innersten Wünsche und Sehnsüchte. Vielleicht trägt er sich mit dem Gedanken, neue Fähigkeiten und Lebensperspektiven zu entwickeln. Das Traumsymbol signalisiert, dass die Zeit dafür nun reif ist. Denn Sex verkörpert ebenfalls tief liegende Emotionen und Bedürfnisse. In der Traumdeutung kann das Wohlbefinden bei erotischen Handlungen im Traum ein Hinweis darauf sein, dass der Träumende im realen Leben gerne bestimmte Dinge verwirklichen würde. Konventionen und eigene Hemmungen hindern ihn jedoch daran. So wie Leben und Tod bilden auch Leben und Sex zusammen eine Einheit. Das Traumsymbol „Sex und Tod“ kann bedeuten, dass dem Träumenden noch der passende Gegenpart zur Verwirklichung seiner Wünsche fehlt.

Ein weiterer Aspekt dieses Traumsymbols ist das Absterben einer Liebesbeziehung. In der Traumdeutung kann der Tod eines anderen Menschen darauf hinweisen, dass die Verbindung zu ihm zu erkalten droht. Sex und Tod im Traum zeigen, dass der Träumende diese Entwicklung unbewusst zwar erkannt hat, sie jedoch nicht wahrhaben möchte. Mit dem Geschlechtsakt versucht er, der sterbenden Liebe noch einmal neues Leben einzuhauchen. Der eigene Tod wird in der Traumdeutung als ein Reinigungsprozess verstanden, mit welchem die Voraussetzungen für eine Wandlung geschaffen werden. Pubertät oder Wechseljahre zum Beispiel markieren Beginn und Ende von Lebensphasen. Das Traumsymbol „Sex und Tod“ versinnbildlicht, dass sowohl die Sexualität als auch das Sterben schöpferische Prozesse sind.

Traumsymbol „Sex und Tod“ – Die psychologische Deutung

Unter psychologischen Gesichtspunkten ist das Traumsymbol „Sex und Tod“ in der Traumdeutung ein Versuch des Unterbewusstseins, die Psyche zu unterstützen, um die eigenen Sehnsüchte und Gefühle besser zu verstehen. Dabei kann es sich um unterdrückte Triebe und verdrängte erotische Wunschvorstellungen handeln. Der Traum kann aber auch ausdrücken, dass es dem Träumenden an seelischer Erfüllung mangelt. Ein Teilaspekt des Lebens muss erst absterben und Platz machen für etwas Neues. Der Geschlechtsakt stellt in der Traumdeutung eine Art Wiedergeburt dar. Sex und Tod sind als Traumsymbol auch ein Sinnbild dafür, dass der Träumende sich unbewusst mit dem Sterben als Trennung von Geist und Körper beschäftigt. Möglicherweise befürchtet er auch unbewusst, ein Teil seiner selbst sei abgestorben. In der Traumdeutung stellt das Traumsymbol „Sex und Tod“ die Suche des Träumenden nach dem verlorenen Wesensanteil dar. In der Vereinigung mit einer anderen Person hofft er, sich selbst zu entdecken.

Traumsymbol „Sex und Tod“ – Die spirituelle Deutung

In spiritueller Hinsicht stellt das Traumsymbol „Sex und Tod“ in der Traumdeutung zwei Pole derselben Lebensenergie dar. Sexualität bedeutet Zeugung und Geburt und damit den Anfang des Lebens, der Tod markiert sein Ende. Diese Polarität versinnbildlicht das männliche und das weibliche Prinzip, welche sich im Liebesakt vereinigen und die vollkommene universale Einheit symbolisieren.

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