Traumdeutung sexuelle Träume

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Sexuelle Träume kennt vermutlich nahezu jeder Mensch, egal ob jung oder alt, männlich oder weiblich. Studien haben allerdings ergeben, dass Erotik in Männer-Träumen öfter eine Rolle spielt als in den Träumen von Frauen.

Das liegt vermutlich daran, dass unser Gehirn im Traum das verarbeitet, womit es sich im Wachzustand beschäftigt hat. Und Männer denken erwiesenermaßen im Alltag häufiger über Sex nach als Frauen. Darüber hinaus scheint auch die Schlafposition mitzuentscheiden, ob unsere Träume sexuelle Inhalte haben: Wer auf dem Bauch liegt, träumt eher von erotischen Szenen als Rücken- oder Seitenschläfer.

Sexuelle Träume können von Zärtlichkeiten wie Küssen oder Streicheln handeln, aber auch von leidenschaftlichem Geschlechtsverkehr, Orgasmen sowie ausgefallenen Sexualpraktiken, welche auch mal als pervers angesehen werden können. Wenn jemand einen erotischen Traum hat, fühlt er sich geborgen oder angenehm erregt. Möglicherweise bekommt er aber auch Angst, wenn sexuelle Handlungen gegen seinen Willen vorgenommen werden. Für die Traumdeutung ist darum das Empfinden des Träumenden während des Traumgeschehens von größter Wichtigkeit.



Traumsymbol "sexuelle Träume" - Die allgemeine Deutung

In der Traumdeutung können sich sexuelle Träume als Traumsymbol auf das tatsächliche Sexleben des Träumenden beziehen. Es ist möglich, dass der Träumende bestimmte Sexstellungen im Traum sieht. Das muss aber keineswegs so sein, solche sexuell geladenen Traumerlebnisse können auch auf etwas ganz anderes hindeuten:

Gleichzeitig kann ein Traum, in welchem es vordergründig um Alltagsgegenstände geht, zum Beispiel ein Schloss mit einem Schlüssel, ebenso einen starken sexuellen Bezug haben.

Bei dem Traumsymbol "sexuelle Träume" kann man grundsätzlich positive und negative Träume unterscheiden. Erlebt der Träumende von Zärtlichkeit und Einvernehmen geprägten Sex, ist dies in der Traumdeutung ein Zeichen für den Wunsch nach Annäherung und Vereinigung, auf der körperlichen sowie auf der seelischen Ebene.

Gewalt deutet im Zusammenhang mit dem Traumsymbol "sexuelle Träume" auf Angst vor Aggressionen hin, in sexueller Hinsicht aber auch in anderen Bereichen. In der Traumdeutung kann sich daher in einer Vergewaltigung auch die generelle Neugier auf Neues widerspiegeln. Wird man im Traum sexuell belästigt, sollte man sich in der Wachwelt fragen, ob die eigenen Handlungen anderen Menschen schaden könnten oder nicht. Im Akt der geträumten Belästigung drückt sich nämlich manchmal ein Hang zum Egoismus aus.

Extreme sexuelle Praktiken können darauf hinweisen, dass der Träumende sich im Alltag langweilt und gerne etwas mehr Anregung und Abwechslung hätte. Das muss übrigens nichts mit dem Sexualleben zu tun haben, auch der berufliches oder der familiäre Alltag kann langweilen.

Intime Träume, in denen nahe stehende Personen ein Rolle spielen, die in der Realität keine Sexualpartner sind, weisen in der Traumdeutung meistens nicht auf den Wunsch nach tatsächlicher sexueller Annäherung hin. Das Traumsymbol drückt vielmehr den Wunsch nach größtmöglicher Nähe und seelischer Intimität aus. Wer beispielsweise seinen Chef im Traum küsst oder verführt, der wünscht sich, die Worte und die Handlungen des Vorgesetzten in der Wachwelt besser nachvollziehen zu können.

Traumsymbol "sexuelle Träume" - Die psychologische Deutung

Auf der psychologischen Ebene können sexuelle, körperliche Träume in der Traumdeutung auf unbewusste Triebe und Wünsche hinweisen, wenn der Träumende seine Sexualität in der Realität ignoriert und unterdrückt. Die sexuelle Lust drückt sich so im Schlaf aus. Vielleicht sieht man sich ja in Handschellen, weil man dies schon immer einmal ausprobieren wollte.

Wesentlich häufiger ist das Traumsymbol jedoch ein Ausdruck des Verlangens nach seelischer Kontaktaufnahme und ein Ausdruck von Vitalität. Sex hat im Traum eine schöpferische Funktion und schafft einen Ausgleich zum Wachzustand. So kann sich in einem Traum, in dem es um Sadismus oder Masochismus geht, eine Seite der Persönlichkeit ausleben, die in der Realität eher unterdrückt wird.

Wenn das Traumsymbol „sexuelle Träume“ in Zusammenhang mit einer Vergewaltigung steht, geht es häufig um Kontrolle, die man als Kontrast zur Realität entweder gerne haben oder aber abgeben möchte.
Bei sexueller Gewalt im Traum zeigt die Traumsituation auf den Träumenden selbst, der sich Gewalt antut. Er missachtet im Alltag seine eigenen Bedürfnisse und tut seiner Seele auf diese Weise eine Form der Gewalt an. Der Betroffene sollte sich mehr Ruhepausen gönnen.

In der Traumdeutung äußert sich in dem Traumsymbol "sexuelle Träume" die weibliche oder männliche Seite des Träumenden, wenn er zum Beispiel von Bisexualität träumt. Der Geschlechtsakt, auch ein Blowjob oder Petting deuten darauf hin, dass das Unterbewusstsein des Träumenden bemüht ist, einen bestimmten Persönlichkeitsanteil in das Gesamtwesen zu integrieren. Es geht bei diesem Traum also weniger darum, die Sexualpraktik tatsächlich umsetzen zu wollen.

Wird der Akt unterbrochen, kann das Traumsymbol "sexuelle Träume" auf seelische Hemmungen aufmerksam machen. Masturbation ist in der Traumdeutung ein Zeichen für das Bedürfnis nach Trost. Tauchen in den sexuellen Träumen Fetische auf, zeigt sich in dem Traumsymbol eine unsichere Persönlichkeit. Der Träumende bildet seine Wünsche auf einen Gegenstand ab und lässt so die Verantwortung für seine Sexualität fallen.

Traumsymbol "sexuelle Träume" - Die spirituelle Deutung

Auf der spirituellen Eben stellt das Traumsymbol "sexuelle Träume" die Suche nach dem Seelenverwandten dar. Alleine ist der Mensch unvollkommen, er braucht sein passendes Gegenstück.

In der spirituellen Traumdeutung sind sinnliche Träume geeignet, dem Träumenden wichtige Informationen zu geben, um diesen fehlenden Teil seines geistigen Ichs zu finden.


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