Traumdeutung Ufer

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Ufer gibt es an allen Gewässern: an Meeren, Seen, Flüssen und Bächen. Natürliche Ufer sind meistens von allerlei Pflanzenarten bewachsen, die es feucht lieben, wie zum Beispiel Pappel-Bäumen. Das Ufer eines stehenden Gewässers kann man umrunden, so dass der Teich oder Weiher kein Hindernis zwischen den gegenüberliegenden Ufern darstellt.

Um von einer Flussseite auf die andere zu gelangen, braucht man hingegen eine Brücke, eine Fähre oder ein Boot. Die größte Distanz liegt zwischen den Meeresufern. Dennoch überwinden Menschen sie schon seit Jahrtausenden und machen sich mit Schiffen auf zu neuen Ufern. Das Ufer kann eine Rettung sein, wenn man sich im Wasser befindet. Es stellt allerdings auch eine Begrenzung dar: Dinge, die nicht mehr im rechten Lot sind, sind „uferlos“. Vor allem bei negativen Dingen fürchtet man, dass sie „ausufern“ könnten.

Träumt man davon, sich an einem Ufer zu befinden, genießt man vielleicht die Aussicht auf das angrenzende Gewässer. Ein Sonnenuntergang am Meeresufer weckt romantische Gefühle und Sehnsüchte, ein Blick auf das geschäftige Treiben auf einem Fluss ist ein entspannender Zeitvertreib.

Für die Traumdeutung ist die Beschaffenheit des Ufers wichtig. Ist diese steinig oder sandig? Flach oder hügelig? Aber auch die Handlungen des Träumenden selbst geben Aufschluss über den Traum.



Traumsymbol "Ufer" - Die allgemeine Deutung

Das Traumsymbol "Ufer" ist in der Traumdeutung ein Zeichen für neue Einsichten. Es markiert im Traum die Grenze zum eigenen Ich, die es zu überschreiten gilt, um sich selbst besser kennenzulernen. Doch auch neue Wege in der Lebenswelt gilt es zu beschreiten.

Manchmal muss der Träumende das rettende Ufer erst noch erreichen. Das bedeutet in der Traumdeutung, dass er sich seinen Problemen stellen und die Schwierigkeiten überwinden muss. Eine Überfahrt von Ufer zu Ufer signalisiert eine Gefahr, die der Schläfer noch nicht erkannt hat.

In der Traumdeutung ist es bedeutsam, welches Gewässer durch das Traumsymbol "Ufer" begrenzt wird. Ein Flussufer zeigt, dass der Träumende sich vor bestimmten Entwicklungen, die zurzeit sein Leben bestimmen, fürchtet. Möglicherweise braucht er ein Gefühl der Sicherheit, weil er weiß, dass das Leben dynamisch ist und nichts so bleibt wie es ist.

Blickt man im Traum vom Ufer auf einen See oder auf das Meer, braucht man sich vor der Zukunft nicht zu fürchten. Interessant ist auch das Ufer selbst. Handelt es sich um eine Betoneinfassung, deutet das Traumsymbol auf eine eingeschränkte Persönlichkeit hin.

Ist das Ufer im Traum unzugänglich, stellt es ein Hindernis dar und weist laut Traumdeutung möglicherweise auf ein tief verwurzeltes Problem des Träumenden hin. Ein Ufer eines dahin plätschernden Baches verkörpert hingegen das Verrinnen schöner Stunden. Eine Brücke, die im Traum zwei Ufer verbindet, macht das Traumsymbol zum Zeichen der Überwindung einer Kluft.

Wird ein Ibis am Ufer eines Gewässers im Schlaf gesehen, so kann dies möglicherweise auf die Entschlossenheit deuten, mit welcher der Träumer seine Sehnsüchte umsetzen möchte. Reitet der Träumende zu Pferd am Ufer entlang, ist das Traumsymbol ein Hinweis, dass er über den Dingen steht und diese für ihn kein Hindernis darstellen. Wer im Traum zu Fuß an einem Ufer unterwegs ist, muss dagegen mehr Energie aufbringen. Der Einsatz wird sich jedoch lohnen.

Traumsymbol "Ufer" - Die psychologische Deutung

Das Ufer steht als Traumsymbol in der Traumdeutung für den Verstand, der das im Wasser verkörperte Gefühl eingrenzt und leitet. Es ist das Sinnbild äußerer Realität, während das Wasser ein Symbol der seelischen Wirklichkeit ist. Der Traum kann auf eine im realen Leben bestehende Konfliktsituation zwischen rationalem Denken und emotionalem Handeln hinweisen.

Ist vom Standpunkt des Träumenden aus das Ufer auf der anderen Seite des Gewässers zu sehen, steht dieses in der Traumdeutung für die Überwindung des Konflikts. Es stellt im Traum bildhaft das rettende Ufer, die Lösung der Probleme, dar.

In der Traumdeutung ist das Traumsymbol "Ufer" die Grenze zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein. Das Verhältnis zwischen diesen beiden Formen des Ichs spiegelt sich in dem Zustand und der Beschaffenheit des Ufers im Traum. Wird es vom Wasser überspült, beherrschen die unbewussten Emotionen.

Ist das Ufer aus Beton, unterdrückt der Verstand die Gefühle des Träumenden. Beides führt zur Einseitigkeit und verhindert eine ausgeglichene Psyche. Im Idealfall sollten Gefühl und Verstand miteinander harmonieren, die äußere Realität sollte dem Seelenleben Halt und Sicherheit geben.

Ein morastiges Ufer mit weichem Untergrund ist als Traumsymbol ein Hinweis auf eine leicht beeinflussbare Persönlichkeit. Ein fester Boden ist in der Traumdeutung ein Zeichen für seelische Standfestigkeit.

Traumsymbol "Ufer" - Die spirituelle Deutung

Auf der spirituellen Ebene markiert das Traumsymbol "Ufer" die Grenze zwischen materieller und geistiger Welt.

In der Traumdeutung bedeutet ein überflutetes Ufer die Dominanz der emotionalen Wirklichkeit, ein betoniertes verkörpert die Unterdrückung der Gefühle und des Geistes.

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