Traumdeutung Ganter

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Fabeltiere kommen nicht nur in der antiken Mythologie vor. Auch im Volksglauben halten sich bis heute Vorstellungen von unheimlichen oder wunderlichen Mischwesen. Der Ganter oder auch Wolpertinger soll sich in den bayrischen Wäldern herumtreiben.

Entstanden ist er angeblich aus einer ungewöhnlichen Liebe zwischen einem Rehbock und einer Häsin. Er wird darum auch oft mit einem Hasenkörper und einem Geweih dargestellt, oftmals noch darüber hinaus mit Entenflügeln, Marderzähnen und Teilen eines Eichhörnchens. Gästen machen die Einheimischen gerne weis, man müsse dem Wolpi Salz auf den Schwanz streuen, um ihn zu fangen.

Wenn jemandem im Traum ein Ganter begegnet, ist er vermutlich gleichzeitig fasziniert und erschrocken. Vertraute Tiere erscheinen durch ihre sonderbare Zusammensetzung irreal. Womöglich glaubt der Träumende zunächst an eine optische Täuschung, vielleicht betrachtet er den Wolperer aber auch ganz interessiert und unbefangen. Für die Traumdeutung spielt das Traumsymbol als Mischwesen eine Rolle. Aber auch die einzelnen Elemente, aus denen es zusammengesetzt ist, können aufschlussreich sein.



Traumsymbol "Ganter" - Die allgemeine Deutung

Für die Traumdeutung des Traumsymbols "Ganter" ist es wichtig festzustellen, was mit dem Fabeltier im Traum geschieht. Verfolgt es den Träumenden, kündigen sich in dem Wolpertinger bevorstehende Sorgen an. Möglicherweise warnt das Traumsymbol auch vor einem Unglück.

Wehrt der Träumende sich und besiegt den Ganter, zeigt sich darin gemäß der Traumdeutung ein erfolgreiches Vorgehen gegen Konkurrenten und Gegenspieler. Der Wolperer im Traum deutet an, dass der Träumende sich eine angesehene Position erkämpfen könnte.

Als Mischwesen stellt der Ganter die Verleugnung persönlicher Merkmale dar. In der Traumdeutung weist das Traumsymbol auf verborgene Eigenschaften und Wünsche des Träumenden hin. Erscheint der Wolpi im Traum mit einem Hasenkörper, kann dies in einem Männertraum das Verlangen nach der Eroberung einer Frau darstellen.

In Frauenträumen drückt das Hasenfell in dem Traumsymbol "Ganter" die Sehnsucht nach Zärtlichkeit aus. Der Anteil des Rehbocks steht in der Traumdeutung für Verletzlichkeit und Sanftmut sowie für die Sehnsucht nach Harmonie.

Steckt etwas von einem Eichhörnchen in dem Wolpertinger, fordert das Traumsymbol "Ganter" zur Vorsorge für schlechte Zeiten auf. Entenflügel oder -schnäbel sind in der Traumdeutung ein Zeichen für ein langsames Gemüt, das am Ende aber dennoch zu Wohlstand und Ansehen gelangt.

Traumsymbol "Ganter" - Die psychologische Deutung

Das Traumsymbol "Ganter" versinnbildlicht in der psychologischen Traumdeutung im Unterbewusstsein verborgene Urängste und Triebe. Erscheint der Wolperer im Traum vor allem als unheimliches, monsterähnliches Wesen, kann er Ängste wecken, die seit frühester Kindheit im Träumenden schlummern.

Das Traumsymbol bringt die Furcht vor dem Fremden und vor dem Tod zum Ausdruck. Darüber hinaus verkörpern Tiere in der Traumdeutung Triebwünsche, die im realen Leben oft verdrängt werden.

Da der Ganter ein Phantasiewesen aus unterschiedlichen tatsächlich existierenden Geschöpfen ist, kann er in der Traumdeutung als Ausdruck verschiedener Wesensanteile verstanden werden. So kann das Unterbewusstsein mit dem Traumsymbol scheinbare Gegensätze in der Persönlichkeit des Träumenden vereinen.

Das Eichhörnchen verkörpert im Traum zum Beispiel Unruhe, Geschäftigkeit und Schwatzhaftigkeit, während die Ente für Intelligenz und die Weisheit des Unbewussten steht. Ein Rehgeweih am Ganter ist ein Traumsymbol für eine scheue Persönlichkeit und die emotionale Seite weiblicher Sexualität. Der Hasenkörper des Wolpertingers weist in der Traumdeutung auf sexuelle Potenz, aber auch auf geistige sowie seelische Regsamkeit hin.

Traumsymbol "Ganter" - Die spirituelle Deutung

Das Traumsymbol "Ganter" ist in der spirituellen Traumdeutung ein Sinnbild für die animalischen Kräfte der Natur.

Teil des Wolpis ist jedoch auch das Eichhörnchen mit seinem regen Verstand sowie der Hase, der als Mondtier für Fruchtbarkeit und für die Erneuerung allen Lebens steht. Im Traum erfährt der Träumende, wie er scheinbar unbezwingbaren Naturmächten begegnen und sie kontrollieren kann.

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