Traumdeutung Vater stirbt

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Der Tod des Vaters ist ein einschneidendes, manchmal auch traumatisches Erlebnis, sogar wenn der Sohn oder die Tochter schon lange erwachsen ist. Für viele Menschen ist der Vater gleichbedeutend mit Autorität. Meistens ist er auch die Person, die in der Kindheit Sicherheit und Stärke verkörpert, während die Mutter als besonders fürsorglich und einfühlsam wahrgenommen wird. Ausnahmen bestätigen hier natürlich die Regel, und nicht immer ist das Familienleben und das Verhältnis zum Vater harmonisch.

Dennoch orientieren sich viele Söhne in ihrem Rollenverhalten am Vorbild des Vaters. Aber auch für Töchter spielt die Beziehung zu ihm eine entscheidende Rolle. Wenn der Vater verstirbt, oder auch die Mutter, ist das oft der endgültige Schlusspunkt des Kindseins.

Ein Traum, in welchem der eigene Vater dahin scheidet, ist ganz sicher sehr beängstigend und für manche Träumer sogar ein regelrechter Albtraum. Vielleicht hat dieser Mensch gesundheitliche Probleme in der Wachwelt und der Träumende sorgt sich bewusst und unbewusst um ihn. Das kann eine einfache Erkältung, aber auch ein böser Krebs-Tumor sein - Sorgen machen sich Kinder meist auch bei Kleinigkeiten. Möglicherweise ist aber auch der Kontakt eingeschlafen und im Traum machen sich Gewissensbisse bemerkbar.

Für die Traumdeutung ist es beim Erscheinen des Traumbildes "Vater stirbt" wichtig festzustellen, was es im eigenen Leben gibt, das man loslassen sollte. Berücksichtigen Sie bei der Deutung Ihres Traumes unbedingt alle Details, an die Sie sich erinnern können: Unter welchen Umständen ist der Vater im Traum gestorben? Lag er im Krankenhaus, hatte er einen Unfall? Starb er zuhause im Bett, im Rettungswagen oder auf dem OP-Tisch?

Manche Traumsituationen, in denen der Vater stirbt, erscheinen regelmäßiger als andere. Lesen Sie nun spannende Details zum Traumbild der sterbenden Vaterfigur!



Traumsymbol "Vater stirbt" - Die häufigsten Träume zum Symbol

Der zweite Tod im Traum: Mein Vater stirbt nochmal!

Ist der Vater in der Realität bereits verstorben und erlebt man dessen Tod nun ein weiteres Mal im Schlaf, so darf man sich glücklich schätzen! Der oder die Träumende darf sich auf eine unerwartete Unterstützung durch Freunde oder Familienmitglieder freuen. Es mag auch sein, dass man mit einem kleinen Geschenk überrascht wird. Eine familiäre Veränderung kann durch das Traumbild vom erneut sterbenden Vater ebenfalls ausdrücken.

Der Vater stirbt bei einem Autounfall - die Traumdeutung

Wenn sich der Vater in der Traumwelt bei einem Verkehrsunfall verletzt oder sogar verstirbt, liegen oft reale Ängste und Sorgen um das Wohlergehen des nahen Verwandten vor. Ist der noch lebende Vater derzeit erkrankt oder litt er lange, bevor er tatsächlich starb? Der Träumer beschäftigt sich stark mit diesen und ähnlichen Fragen. Der Unfall-Tod des Vaters verweist zudem auf einen inneren Verarbeitungsprozess und warnt vor leichtsinnigen, unüberlegten Handlungen.

Die Freundin verliert ihren Vater im Traum

Es ist eher unwahrscheinlich, dass das Traumbild vom toten Vater der Freundin ein böses Omen ist. Vielmehr deuten derartige Symbole auf ein Problem in einer (Liebes)Beziehung hin. Vor allem dann, wenn die Freundin im Traum um ihren Vater weint und man sein Beileid ausspricht, liegt die Schwierigkeit in der gemeinsamen Partnerschaft, die ins Stocken geraten ist. Dabei kann es sich auch um eine innige Freundschaft handeln, die aufgefrischt werden sollte, um weiterhin bestehen zu bleiben. Der Grund für die Schwierigkeiten sind die Persönlichkeitsentwicklungen der beiden Partner oder Freunde.

Traumsymbol "Vater stirbt" - Die allgemeine Deutung

Das Traumsymbol "Vater stirbt" kann in der Traumdeutung ein Ausdruck für einen Entwicklungsprozess sein. Nur sehr selten geht es dabei um den tatsächlichen Tod eines Menschen. Wenn in der Traumwelt der eigene Vater stirbt, ist dies in der Regel kein Hinweis auf dessen baldigen Tod oder den Tod irgendeiner anderen nahestehenden Person. Würde in der Zeit nach dem Traum jemand sterben, hätte dies wenig mit dem Traum selbst zu tun, sondern wäre lediglich Zufall.

Die Wahrnehmung des eigenen Vaters ist häufig durch ein bestimmtes, in der Kindheit entstandenes Bild geprägt. Der Träumende wird davon maßgeblich beeinflusst und manchmal auch gehemmt.

Der Vater wird als Traumsymbol für Verantwortung, Selbstsicherheit und Autorität gesehen. Lebt der Vater ab im Traum, so wird das Bild des Träumenden von ihm zerstört, um den eigenen Reifungsprozess nicht weiter zu beeinträchtigen. Darüber hinaus versinnbildlicht der Tod eines nahestehenden Menschen den Beginn einer neuen Lebensphase.

In der Traumdeutung ist das Traumsymbol "Vater stirbt" ein Zeichen für Wandlung und Neubeginn und kündigt wichtige Veränderungen an. Der Traum ist als Aufforderung zu verstehen, alte Gewohnheiten und Einstellungen abzulegen und die eigene Persönlichkeit wachsen zu lassen.

Beherzigt die träumende Person dies, steht sie mit beiden Beinen fest im Leben und regelt ihre Angelegenheiten in verschiedensten Lebensbereichen selbstsicher und reif. Zwar löst man sich nicht zwingend vollständig von dem Einfluss seines Vaters und hat kein Interesse mehr an dessen Ratschlägen, jedoch ist man immer weniger von diesen abhängig, holt sie sich vielmehr als zusätzlichen Denkanstoß zu seinen eigenen Vorstellungen ein.

Traumsymbol "Vater stirbt" - Die psychologische Deutung

Auf der psychologischen Ebene kann das Traumsymbol "Vater stirbt" Ausdruck einer realen Sorge vor Krankheit und Tod sein. Auch ein tatsächlicher Todesfall im engsten Familienkreis kann in einem solchen Traum verarbeitet werden.

Häufig ist das Traumsymbol in der psychologischen Traumdeutung jedoch ein Sinnbild für eine innere Ablösung vom Vater als Vorbildsfigur. Der Vater hat einen großen Einfluss auf seinen Sohn oder seine Tochter und manchmal ist seine Art so dominierend, dass er sogar dann noch gegenwärtig wirkt, wenn die Kinder längst das Elternhaus verlassen haben. Dies kann deren Entwicklung stark hemmen.

Ein Traum, der vom Tod des Vaters, der damit einhergehenden Trauer und Seufzern handelt, ist also ein Versuch der Psyche, sich von der väterlichen „Herrschaft“ zu befreien.

In der Traumdeutung kann das Traumbild vom sterbenden Vater allerdings auch ein Hinweis auf unterdrückte Wut auf den Vater sein, wenn das Verhältnis des Träumenden zu ihm belastet ist oder war. Ist der Vater in der Realität bereits verstorben, so bereut man vielleicht (unbewusst) Dinge, die man dieser Person gegenüber gesagt oder getan hat. In diesem Fall sollte man in sich gehen und sein Gewissen bereinigen.

Darüber hinaus zeigt ein Traum vom Tod eines nahen Verwandten, dass der Träumende sich unbewusst mit der eigenen Vergänglichkeit beschäftigt. Dies deutet möglicherweise auf eine "Midlife-Crisis" hin, also eine Phase des seelischen Ungleichgewichts in einem Alter zwischen vierzig und Anfang fünfzig. - Finden Sie sich darin wieder?

Sieht man im Traum den verstorbenen Vater in einer Leichenhalle in einem offenen Sarg oder auf einer Bahre liegen, wäre es ratsam, sich mit seiner Persönlichkeit zu beschäftigen. Ist der Sarg oder die Urne auf der Beerdigung des toten Vaters geschlossen, so hat man die Entwicklung der eigenen Person bereits weitestgehend abgeschlossen.

Am Grab des verstorbenen Vaters zu stehen symbolisiert im Traum die Beschäftigung mit den eigenen abgelegten, also „toten“, Persönlichkeitsanteilen. Diejenigen Eigenschaften, die man vom Vater übernommen und von denen man sich gelöst hat - oder im Begriff ist, sich zu lösen.

Traumsymbol "Vater stirbt" - Die spirituelle Deutung

Auf der transzendenten Ebene ist der Tod ein Teil des Lebens, der jedoch nicht sichtbar und deshalb für den Geist nur schwer zu erfassen ist.

Das Traumsymbol "Vater stirbt" ist in der Traumdeutung in diesem Zusammenhang ein Sinnbild für neue Erkenntnisse, Auferstehung und spirituelle Wiedergeburt.

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