Traumdeutung Angst


Die Angst ist ein Urinstinkt des Menschen. Sie schützt uns seit jeher vor dem, was uns und unser Leben bedroht. Daher ist Angst, auch wenn es sich subjektiv nicht so anfühlt, generell etwas sehr Positives. Dennoch gibt es natürlich Ängste die uns heute irrational erscheinen, und die im Alltag durchaus störend wirken können, beispielsweise starke Phobien gegen Insekten, gegenüber Menschenmengen, der Höhe oder fiktiven Horrorgestalten wie dem Slenderman oder Dracula. Und wer schon einmal aus dem Nichts eine Angstattacke hatte, weiß: dieses hilflose, panische Gefühl ist äußerst unangenehm.

Auch nach Angstträumen wachen wir oft mit einam unangenehmen Gefühl auf, nach Albträumen sogar schweißgebadet. Es handelt sich dabei um sehr intensive Angstträume, die sich nicht so leicht abschütteln lassen. Erst nach einigen Augenblicken ist man wieder in der Realität angekommen; erleichtert, dass alles nur ein Traum war. Doch was bedeuten Angst- oder gar Albträume?

Traumsymbol „Angst“ – Die allgemeine Deutung

Generell ist zu sagen: Ab und zu mal einen Angsttraum zu haben, ist ganz normal.

Hier äußern sich Emotionen, besonders in schwierigen Lebensphasen, die von Unsicherheit und Leistungsdruck geprägt sind. Die Traumdeutung kann Ihnen hier helfen, einen besseren Zugang zu Ihren realen Ängsten zu finden. Haben Sie allerdings häufig Angst- oder sogar Albträume, so sollten sie das ernst nehmen und psychologische Betreuung suchen.

Um Angstträume richtig zu deuten, muss der Traumkontext in die Auslegung einbezogen werden. Beachten Sie daher immer die den Traum bestimmenden Traumsymbole und deuten Sie diese innerhalb der Angstkontextes. Ganz klassisch sind Angstträume, in denen Sie verfolgt werden. Sei es von einem Monster, einem Tier, einem Mörder oder gar ein Kannibale, der hinter Ihnen her ist.

Nicht selten ist die Flucht zudem unmöglich, weil man einfach „nicht vom Fleck“ kommt. Sobald der Verfolger einen eingeholt hat, wacht man auf – mit einem beklemmenden Gefühl der Angst, das nur langsam nachlässt. In solchen Verfolgungsträumen kommen ganz archaische, tief in uns verwurzelte Ängste und Gefühle der Ohnmacht zum Ausdruck.

Entsteht die Angst durch Verletzungen, die im Traum festgestellt werden, so kann dies ein Hinweis auf seelische Verletzungen sein. Unterbewusst nehmen Sie bestimmte Aspekte an sich selbst als unvollkommen wahr, als beschädigt. Es geht also in gewisser Hinsicht um Minderwertigkeitsgefühle, vielleicht sogar um die Resignation im Bezug auf eigene Lebensziele. Auslöser für solche Träume kann zu hoher Leistungsdruck sein. Die Traumsymbole im Kontext helfen Ihnen zu verstehen, auf was genau sich Ihre Unsicherheiten beziehen.

Ein weiterer häufig auftretender Traum ist die Angst vor öffentlicher Nacktheit. Hier kommt zum Gefühl der Angst, große Peinlichkeit hinzu. Wenn Sie im Traum zum Beispiel unbekleidet ins Büro gehen, verweist dies auf eine innere Angst nicht akzeptiert zu werden. Sie fühlen sich nicht angenommen.

Traumsymbol „Angst“ – Die psychologische Deutung

Die psychologische Traumdeutung sieht Angst im Schlaf zunächst einmal als ganz normale menschliche Reaktion auf die Unsicherheiten des Alltags. Es geht um Zweifel, Unsicherheit, Hemmungen, Schuld- oder Minderwertigkeitsgefühle.

Tagsüber verdrängen wir die meisten unserer Ängste, teils bewusst, weil wir uns nicht mit ihnen auseinandersetzen wollen; teils unbewusst, weil sie alltäglich sind oder zu tief in uns verankert. Dennoch ist es wichtig, sich mit den eigenen Ängsten auseinanderzusetzen, es ist sogar die Grundvoraussetzung für ein ausgeglichenes Leben, für Wohlbefinden und Gesundheit. Und deshalb ist es auch gut, wenn Sie von Ihren Ängsten träumen. So setzen Sie sich unbewusst mit ihnen auseinander und das kann beim Abbau der Ängste helfen.

Wenn Sie im Wachzustand zum Beispiel Angst davor haben, Ihre Aggressionen zu zeigen, ist es gut möglich, dass Sie nachts im Schlaf mit diesen unterdrückten Aggressionen konfrontiert werden. Die moderne Psychologie deutet Angstträume häufig auch als Hinweis auf einen Fehler, den man ungeschehen machen möchte. Je stärker die Angst im Traum, desto größer der Irrtum und desto schwerer bzw. anstrengender die Wiedergutmachung.

Einigkeit unter den Verfechtern der psychologischen Traumdeutung herrscht darüber, dass man sich mit starken Angst- bzw. Albträumen auseinandersetzen sollte. Solche nächtlichen Erlebnisse mit „War ja alles nur ein Traum“ abzutun, ist nicht zuträglich. Am besten schauen Sie sich daher die Art und Ursache der Angst im Traum genau an.

Stellen Sie sich die Fragen:

  • Wovor hatte ich im Traum Angst?
  • Kenne ich diese Situation aus dem alltäglichen Leben?
  • Wie reagiere ich auf die Angst im Traum?
  • Welche Folgen hat meine Reaktion?
  • Wie könnte ich sonst noch reagieren?
  • Warum habe ich gerade jetzt Angst- bzw. Albträume?
  • Was hat mir in letzter Zeit Angst gemacht?
  • Welche Verbindung besteht zwischen diesen Angstmomenten und meinem Traum?
  • Habe ich so einen Traum schon öfter gehabt, vielleicht sogar in der Kindheit?

Sollten tatsächlich Kindheits-Angstträume wiederkehren, machen Sie sich klar, dass diese Ängste quasi verjährt sind. In der Phase der Kindheit waren diese Ängste normal und vielleicht sogar funktional, heute brauchen Sie sie nicht mehr.

Generell ist es das Ziel der psychologischen Traumdeutung die Angstträume aufzuknacken, zu verstehen und so die darin verarbeiteten Ängste auszulösen. Sollten Sie das alleine nicht schaffen, nehmen Sie die Hilfe eines in der Traumdeutung erfahrenen Psychotherapeuten in Anspruch.

Traumsymbol „Angst“ – Die spirituelle Deutung

Spirituell gesehen können Angstträume bedeuten, dass Sie der zerbrechlichen Seite Ihres Ichs in Ihrem Alltag – also Ihrem Leben in der materiellen Welt – zu wenig Aufmerksamkeit schenken.

Ein Angsttraum ist in diesem Sinne ein Aufschrei Ihrer Seele, mehr Acht zu geben auf das, was Sie brauchen. Versuchen Sie sich die eventuellen Fehlstellen in Ihrem Alltagsleben, die Ihr Unterbewusstsein längst erkannt hat, bewusst zu machen, dagegen anzugehen und so Ihre Lebenskraft insgesamt zu steigern.

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